Die Artland Dragons retteten sich in Würzburg über die Zeit (Ausgabe 317)
Der Quakenbrücker Basketball-Bundesligist zeigte beim wichtigen 72:68 Licht und Schatten
Quakenbrück (wa/s.) - Spannender als nötig machten es die Artland Dragons am vergangenen Sonntag bei ihrem zweiten Auftritt binnen einer Woche in Franken. Die Bundesliga-Partie bei den s.Oliver Baskets Würzburg entschieden sie letztlich knapp mit 72:68 (39:32) für sich, nachdem sie am Mittwoch letzter Woche in der Qualifikation für das Top Four Wochenende um den Deutschen Pokal in Bayreuth gegen die Brose Baskets Bamberg eine Niederlage einstecken mussten.
In Würzburg schienen die Drachen das “Aus” gut verkraftet zu haben, sie legten los wie die Feuerwehr und führten im 2. Viertel mit bis zu 18 Punkten. Dann allerdings leisteten sie sich einige unnötige Unkonzentriertheiten und weil die Gastgeber plötzlich härter verteidigten, schrumpfte der komfortable Vorsprung von Minute zu Minute. Mit einem “Buzzerbeater” mit der Halbzeitsirene aus der Distanz verkürzte der Würzburger Chester Frazier auf den 39:32-Halbzeitstand aus Sicht der Quakenbrücker.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein reines Kampfspiel. Bauten die Dragons ihren Vorsprung zeitweilig wieder auf bis zu zahn Punkte aus, konterten die Baskets und kamen bis auf zwei Zähler heran. Allerdings konnten sie die Führung nicht mehr zurückerobern und in der Schlussphase konnten sich die Quakenbrücker Korbjäger auf ihre Nervenstärke verlassen und punkteten hochprozentig von der Freiwurflinie.
Der Headcoach der Artland Dragons, Stefan Koch, zog nach der Partie Bilanz: “Wir haben sehr gut angefangen, mit einem guten Fokus in der Verteidigung und sehr uneigennützigem Bewegen des Balls im Angriff. Dann haben wir uns viel zu viele Ballverluste geleistet, die sicherlich auch der guten Würzburger Defense geschuldet waren, aber auch aus eigener Nachlässigkeit resultierten. Dennoch bin ich zufrieden, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, denn dies ist ein schwerer Ort, an dem schon ganz andere Teams verloren haben. Wir haben das ganze Spiel über eine gute Defense gespielt, außer gegen Chris Kramer, den haben wir nie in den Griff bekommen. Natürlich muss man auch sehen, dass das Spiel am Mittwoch und die Reisen eine große Belastung waren. Aber ich will nichts schön reden, unsere Nachlässigkeiten wären nicht nötig gewesen.”
Für die Drachen punkteten Anthony King (12), Bryan Bailey (12), Nathan Peavy (12) und Darren Fenn zweistellig, während bei den Würzburgern dies allein Chris Kramer (21) mit einem starken Auftritt schaffte.
Der Sieg war umso wichtiger, weil die Dragons ihr Polster im Kampf um die Playoffs gegenüber den nachfolgenden Teams ausbauen konnten.
Wie die gestrige Begenung gegen die LTi Gießen 46ers endete, stand bei unserem Redaktionsschluss noch nicht fest. Am Samstag müssen die Quakenbrücker bei Alba Berlin antreten, Beginn ist um 20 Uhr in der O2-World.